Erfahrungsbericht, 27.06.2018

 

„Hier bekomme ich positive Rückmeldungen zu meiner Arbeit. Das sind für mich schöne Erlebnisse.“

Eva Gries, 28
Praktikantin, Bioland Gärtnerei Bärengarten fbb

 

Eva Gries ist gelernte Altenpflegehelferin und begann eine Vollzeitausbildung als Floristin. Die Arbeit machte ihr Spaß, sie kam aber mit dem Zeitdruck nicht zurecht. Nach einem Jahr kam die Kündigung. „Man muss einen Blumenstrauß um den anderen binden. Es gibt kein Lob, du musst gleich die nächste Arbeit erledigen.“ Im Bärengarten fbb sei das anders. Sie genieße seit drei Monaten das „familiäre Miteinander“, die „positiven Rückmeldungen“ und das Arbeiten im Freien. „Ich bin ein Naturmensch und habe schon als Kind geholfen, den großen Garten meiner Eltern zu pflegen.“

Eva Grieß setzte beim Berufsbildungswerk ihre Ausbildung im Bereich Floristik/Gärtnerei fort. Sie machte die Erfahrung, dass das Gewächshausklima mit 40 Grad sie nach vier Stunden „kreislaufmäßig“ an ihre Grenzen bringt. Besonders dann, wenn ihr nachts ihre Schlafepilepsie zu schaffen machte. „Im Bärengarten werde ich so genommen wie ich bin, und kann zwischen Glashaus und Freiland wechseln.“

Die Praktikantin mit dem „grünen Daumen“ ist sehr dankbar dafür, dass sie von All inklusiv durch ihren Berater, Herrn Prodan, persönlich unterstützt wird. „Er setzt sich für meine Probleme ein, im Betriebsalltag fehlt dazu oft die Zeit,“ Eva Gries möchte im Bärengarten bleiben. „Ich arbeite gerne mit Pflanzen, und die vielseitige Arbeit gefällt mir hier – auch habe ich tolle Kollegen. Besonders freue ich mich, wenn meine Chefin zu mir sagt ‚das hast du gut gemacht‘, dann strahlen meine Augen.“

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Erfahrungsbericht, 10.05.2018

 

„Ich habe bei der Arbeit mein Selbstvertrauen wieder- gefunden.“

Yakup Cebi, 53
Bestattungsbeauftragter, DITIB-ZSU GmbH Köln

 

Im Juni 2017 beginnt Yakup Cebi, 53, seine Arbeit als Bestatter in Frankfurt. Von der Yavuz Selim Moschee in der Offenbacher Bleichstraße erfuhr er von der freien Stelle, die MainArbeit schickte ihn zu All inklusiv. Yakup Cebi musste sich persönlich in der DITIB Zentrale in Köln vorstellen. „Meine Arbeitsberaterin hat mir bei den Bewerbungsunterlagen geholfen, auch mit mir das Vorstellungsgespräch geübt. Ich schaffte es in Köln. Darauf bin ich sehr stolz.“
Yakup Cebi ist gelernter Elektroniker und war jeweils 7 Jahre bei IBM und Geodis Logistik beschäftigt. Seit 2012 suchte der geschiedene Familienvater mit 2 Kindern und einem GdB von 50 Arbeit. Es blieb bei Minijobs, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung kam nicht zustande.

Bei DITIB-ZSU GmbH am Standort Frankfurt bekommt Yakup Cebi seine Chance und erhält einen Jahresvertrag in Vollzeit. Bereits nach einer 6-wöchigen Einarbeitungszeit holt er alleine verstorbene türkische Bürger in ihren Wohnungen ab. „Ich habe keine Angst vor Toten. Die Familien haben Vertrauen zu mir. Und sie freuen sich, dass sich um die Leiche gekümmert wird. Ich kann selbstständig arbeiten und erfahre viel Dankbarkeit.“
Yakup Cubi ist in seine neue Rolle als Bestatter schnell hineingewachsen. Er kümmert sich beim Standesamt um Sterbeurkunde und Leichenpass, erledigt beim türkischen Konsulat für die Überführung alle Formalitäten, bringt die Verstorbenen zum Flughafen. Wenn es die Familien wünschen, können Sie sich vorher in der Moschee von ihren Angehörigen verabschieden.

Yakub Cebi erzählt, dass er drei sehr nette Arbeitskollegen habe und der Vorgesetzte sehr zufrieden mit ihm sei. „Du machst die Arbeit toll. Wir haben am Anfang gedacht, dass du die Arbeit nicht schaffst. Du warst so ruhig“, sagte zu ihm sein Chef. „Ich habe mit Unterstützung von All inklusiv einen guten Arbeitgeber gefunden. Ich habe ein gutes Gefühl und mein Selbstvertrauen wiedererlangt.“

 

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Erfahrungsbericht, 29.03.2018

 

„Ohne Humor geht hier nichts. Die Ausstellung beginnt an der Kasse.“

Nicolaus Rath, 56
Kassenmitarbeiter im Caricatura Frankfurt

 

Seit 2018 ist Nicolaus Rath im Caricatura Museum für Komische Kunst in Frankfurt beschäftigt. Er bringt einen feinen norddeutschen Humor mit und ist davon überzeugt, „dass die Ausstellung an der Kasse“ beginnt. Er leiste „allerbeste Arbeit“ und wisse als gelernter Hotelfachmann, dass die Gäste am Empfang den ersten und letzten Eindruck des Hauses mitnehmen. Bis er jedoch seinen Humor nach einem Arbeitsunfall mit Klinikaufenthalten und im SRH Berufliches Trainingszentrum (BTZ) wiederfand, dauerte es eine Weile.

Vom BTZ Rhein-Neckar in Frankfurt bekommt er das Projekt All inklusiv empfohlen. Die Rehaabteilung der BA stellte den Kontakt zum neuen Arbeitgeber Eufinger Bewachungsinstitut GmbH her, Arbeitsberater von Lebensräume unterstützten bei der erfolgreichen Jobaufnahme Arbeitgeber wie Arbeitnehmer.
Der Hotelfachmann und Fachwirt für Facility Management Nicolaus Rath war viele Jahre in Norddeutschland in der Hotelbranche tätig und den täglichen Umgang mit Menschen gewohnt. Seit Mai 2014 gelang es ihm mit einem GdB von 50 nicht, dauerhaft in Arbeit zu kommen. Das Gefühl versagt zu haben und schwere Depressionen machten ihm zu schaffen. „Ich stand auf der Brücke, auch auf dem Hochhaus.“
Im Caricatura sei er wieder richtig aufgeblüht, der tägliche Kontakt mit Menschen ließe seinen Depressionen wenig Raum. „Sind sie wegen ihres Humors hier eingestellt worden?“, sei er kürzlich von einem Besucher gefragt worden. „Ich werde als Highlight des Museums gesehen“, sagt er mit einem verschmitzten Lachen im Gesicht.

Nicolaus Rath hatte Glück. Ein ehemaliger Kollege von All Service ist sein Ansprechpartner bei Eufinger. Damit er im Caricatura um 11:00 Uhr die ersten Gäste ins Haus lassen kann, holt er täglich den Schlüssel im Römer ab, kontrolliert die Sicherheitsanlage, bereitet die Kasse und die Merchandising Artikel vor. Nach 18:00 Uhr gibt er seinen Schlüssel wieder im Römer ab. Ab Frühjahr wird er die Teamleitung für die vierköpfige Museumsmannschaft übernehmen. „Das Caricatura ist ganz große Klasse!“

 

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Erfahrungsbericht, 01.07.2017

 

„Die Arbeit macht mir richtig Spaß und ist mein zweites Zuhause geworden."

Maria Ribello, 34
Kuck & Schmidt GmbH & Co. KG, Frankfurt

 

Maria Ribello wandte sich im September 2016 an das Projekt „All inklusiv“ mit der Bitte um Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Sie ist 34 Jahre alt, gelernte Bürokraft und von Geburt an sehbeeinträchtigt.

Zu Beginn absolvierte Maria Ribello beim Kuck & Schmidt GmbH & Co. KG in Frankfurt ein Praktikum als Call-Center-Agentin und wurde anschließend in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit zum Januar 2017 übernommen.

Maria Ribello konnte auch bei der Arbeitsplatzausstattung durch das Projekt unterstützt werden. "Dies ist für sie ein großer Erfolg, der ohne die Begleitung von 'All inklusiv' nicht so schnell möglich gewesen wäre", berichtet ihre Beraterin Silvie Berkyova.

„Die Arbeit macht mir richtig Spaß und ist mittlerweile mein zweites Zuhause geworden", sagt Maria Ribello.

Auch Jörn Schmidt, Geschäftsführer von Kuck & Schmidt GmbH&Co, ist begeistert, wie unkompliziert und schnell die Stelle mit Hilfe des Projektes „All inklusiv“ besetzt werden konnte: „Der direkte Kontakt, die tolle Zusammenarbeit und die passgenaue Bewerberauswahl sprechen für das Projekt.“

 

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Erfahrungsbericht, 30.06.2017

 

„Die heißen Temperaturen am Herd machen mir nichts aus.“

Husseein Aly, 58
Küchenchef bei Choco Chilo Cantina, Frankfurt

 

Husseein Aly, 58, ist seit 1. April 2017 in der Choco Chilo Cantina in Frankfurt Niederrad als Küchenchef in tätig. „Ich liebe meine Arbeit. Mein Essen kommt bei den Gästen super gut an und ich bekomme immer ein Lob für meine Arbeit.“

Husseein Aly hat nach zwei Jahren Beschäftigungslosigkeit den Geschäftsführer der Cantina, Hussian Tahta, mit seiner langjährigen Berufserfahrung in der internationalen Küche überzeugen können. Er ist ein Allroundtalent und überwiegend für die Zubereitung von mexikanischen Gerichten zuständig. Für den Arbeitgeber spielt bei der Einstellung die Schwerbehinderung keine Rolle.

„Natürlich ist die Gastronomie ein Knochenjob, der mit Stress und Hektik verbunden ist, dennoch fühle ich mich hier sehr wohl und habe Spaß an der Arbeit. Ich habe super Kollegen, einen guten Chef und klasse Arbeitszeiten. Da machen mir die heißen Temperaturen am Herd nichts aus.“

 

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Benjamin Godzi

 

Erfahrungsbericht, 26.01.2017

 

„Ich möchte Gästen etwas
von mir und dem Museum mitgeben.“

Benjamin Godzi, 50
Guide im DialogMuseum Frankfurt

 

Der Sekundarlehrer aus Simbabwe Benjamin Godzi, 50 Jahre alt, hat in seiner Tätigkeit im DialogMuseum das  Arbeitsleben für sich wieder entdeckt. Hier ist er seit dem 18. Oktober 2016 als Guide tätig.

Seine Aufgabe besteht darin, interessierten Menschengruppen die Augen für die Welt der Sehbehinderten zu öffnen. Die Begegnung findet in absoluter Dunkelheit statt und sofort entsteht ein Rollenwechsel: der Sehbeeinträchtige setzt seine geübten Sinne dafür ein, um dem Sehenden Orientierungshilfen zu bieten.

Benjamin Godzi berichtet von der großen Aufregung der Museumsgäste zu Beginn der Führung. Es ist für ihn unfassbar, wie schnell eine Beziehung zwischen ihm und den Gästen entsteht, obwohl man sich nicht sehen kann. „Ich habe schon immer schlecht gesehen und ich suche kein Mitleid. Was ich möchte, ist, den Gästen etwas von mir und dem Museum mitzugeben.“ Für Benjamin Godzi bestehen in der Arbeit als Guide viele Parallelen zu seiner Tätigkeit als Lehrer in Simbabwe. Er kann gemeinsam mit den Museumsbesuchern Neues entdecken. Mit zunehmendem Vertrauen werden die Leute immer entspannter und sind zum Ende der Führung ganz gelöst, „als ob sie alles sehen könnten“.

Im Team wurde er mit Freude empfangen. Er umschreibt seine Kollegen mit dem Adjektiv „wunderbar“. Sie bieten ihm viel Unterstützung und geben immer ein konstruktives Feedback. Die Rückmeldungen und Tipps bieten ihm die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und sein Vorgehen zu optimieren. „Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich mich Zuhause fühle.“

Grundstein seiner guten Arbeit, ist seine eigene Motivation. Die Freude an seiner Arbeit merken auch die Besucher, die ihm – ohne ihn zu sehen –  die Rückmeldung geben: „Benjamin, du hast diese Ausstrahlung!“

 

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Carsten Seliger

 

Erfahrungsbericht, 12.05.2016

 

„Ich bin ein Mensch, der immer ein bisschen mehr macht, als er soll.“

Volker Jung, 58
Lagerverwalter, Flüchtlingsheim Johanniter

Seit dem 26. November 2015 ist Volker Jung, 58, in der Lagerverwaltung eines Flüchtlingsheimes der Johanniter Unfallhilfe in Mainflingen tätig. „Hier braucht man ein Feingefühl und Menschenkenntnis, um die Bedürfnisse der Betroffenen zu erkennen.“

Volker Jung hat langjährige Berufserfahrungen als Sachbearbeiter. Nach zwei Jahren Arbeitslosigkeit, stellt für ihn der Einsatz bei der Johanniter Unfallhilfe eine neue berufliche Herausforderung dar. „Das Einarbeiten war prima“, sagt Volker Jung. Das multiprofessionelle Team musste sich in kürzester Zeit „zusammenraufen“ und unabhängig vom Bildungsstand auf Augenhöhe arbeiten, damit es funktioniert. Der Arbeitgeber hat den Angestellten viel Handlungsfreiheit gegeben und somit das bestmögliche Umfeld für das Vorhaben geschaffen. Die Schwerbehinderung von Volker Jung fällt in diesem Rahmen gar nicht auf: „Ich bin ein Mensch, der immer ein bisschen mehr macht, als er soll.“ Falls er  doch Unterstützung benötigt, begegnen ihm seine Kollegen mit Verständnis und Hilfsbereitschaft.

Die Herausforderung besteht darin, für Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft tätig zu werden, „ […] die bis zu 5.000km für ein brauchbares Leben zurücklegten.“ Volker Jung fällt es nicht leicht, das Gesehene nicht ins Privatleben mit zu nehmen. Seine Arbeit führt bei ihm zu einer neuen Einstellung, die mit einem differenzierterem Blick auf das Weltgeschehen einhergeht.

Es sind die Freude und Ehrlichkeit der Menschen sowie das Gefühl, einer sinnvollen Aufgabe nachzugehen, die Volker Jung besonders wichtig sind im Zusammenhang mit seiner Aufgabe. „Das kann man nicht beschreiben, man muss es selbst erlebt haben!“

 

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Carsten Seliger

Erfahrungsbericht, 01.11.2015

 

Endlich einen neuen Job.
Büro und Werkstatt sind
mein neues Zuhause!“

Carsten Seliger, 26
Mechatroniker bei SBS Autoservice

Seit 1. Oktober 2015 hat Carsten Seliger, 26, als Mechatroniker beim Kfz-Meisterbetrieb SBS Autoservice GmbH in Dudenhofen einen neuen Job.
„Büro und Werkstatt sind mein neues Zuhause. Alles mit Autos macht mir Spaß und ich kann mit Menschen“, sagt der frischgebackene Mitarbeiter und legt dabei seinen Arm um seinen neuen Kollegen. „Salvatore, mein neuer Kollege“, sagt er mit einem Grinsen im Gesicht. Beide heben ihre Daumen.

Der Facharbeiter ist im Betrieb angekommen. Ein Jahr Arbeitslosigkeit und 97 Bewerbungen sind für ihn Vergangenheit. Auch der ganze Frust.

„Seit einer Woche ist er bei uns nur am Lachen“, sagt Stefan Simon, Mitinhaber der Autowerkstatt, der Menschen gerne eine Chance gibt. Es ist für ihn der zweite Mitarbeiter mit einer Behinderung. An der Kundenannahme zeigt er auf ein Schild: Beste Autowerkstatt 2013. Top Ten Deutschland.

 

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